Speicherort des Treibers auf der CD: DOSUtilities\NDIS2\e1000.dos
Der NDIS2 (DOS)-Treiber wird ausschließlich zum Laden anderer Betriebssysteme verwendet, wie beispielsweise während RIS oder bei unbeaufsichtigten Installationen. Er ist nicht als Hochleistungstreiber gedacht.
Sie finden Adaptertreiber, PROTOCOL.INI- und NET.CFG-Dateien im DOSUtilities-Verzeichnis auf der Intel CD, oder Sie können sie von Kunden-Support herunterladen. Weitere Informationen zur unbeaufsichtigten Installation finden Sie in den Textdateien im PUSH-Verzeichnis eines Windows Betriebssystemverzeichnisses auf der Installations-CD.
Automatische oder explizite Konfiguration einer einzelnen oder mehrerer NICs
Wenn der Treiber feststellt, dass nur ein Adapter im System installiert ist, verwendet er diesen unabhängig davon, ob sich in der PROTOCOL.INI Parameter befinden oder ob sie korrekt sind. Entsprechen die Parameter nicht der tatsächlichen Konfiguration, zeigt der Treiber Warnmeldungen mit dem Hinweis an, dass der Parameter nicht verwendet wurde.
Für jeden aktivierten Adapter muss eine Treiberinstanz geladen sein. Wenn mehrere Adapter installiert sind, werden die SLOT-Parameter empfohlen. Sie sind jedoch nicht obligatorisch.
Die Entscheidung, welchen Adapter jeder Treiber steuert, sollte vom Anwender anhand der an jeden Treiber gebundenen Protokollstapel und des Netzwerks, mit dem jeder Adapter verbunden ist, getroffen werden. Die "BINDINGS"-Liste (Bindungsliste) im Abschnitt PROTOCOL.INI jedes Protokollstapels stellt die Beziehung zwischen Protokollstapeln und Treibern her. Der SLOT-Parameter im Abschnitt PROTOCOL.INI stellt die Beziehung zwischen Treibern und Adaptern her, und es kann für jeden geladenen Treiber ein Wert eingegeben werden. Wenn ein SLOT-Parameter nicht definiert wird, wird die erste Treiberinstanz auf den ersten in der Abfrageliste gefundenen NIC/Anschluss geladen, die zweite Treiberinstanz lädt auf den zweiten NIC/Anschluss der Liste usw. Wenn der Treiber mehrere NICs/Anschlüsse erkennt, meldet er alle möglichen Steckplätze. Die einzige Möglichkeit für den Treiber festzustellen, welche Treiberinstanz geladen wird, besteht darin, die Instanznummer des Parameters DRIVERNAME (Treibername) zu verwenden. Daher ist es unbedingt erforderlich, dass die unten definierte Instanzsyntax des DRIVERNAME-Parameters korrekt verwendet wird.
Die Adapter werden vom PCI-System-BIOS beim Systemstart automatisch konfiguriert. Der Treiber fragt das PCI-BIOS ab und beschafft sich alle Konfigurationsinformationen des Adapters. BIOS-Abfragen, die die in den PCI-BIOS-Spezifikationen beschriebenen Mechanismen 1 und 2 verwenden, werden unterstützt. Die SLOT-Nummer ist tatsächlich der verschlüsselte Wert des Gerätestandorts des PCI-Adapters. Wie er definiert wird, wird unten gezeigt. Der SLOT-Wert, der von dem Treiber gemeldet und vom Anwender eingegeben wird, ist der Wert der Bits 0 bis 15. In den Treiberversionen vor 2.01 wurde der SLOT-Wert, der vom Treiber gemeldet und vom Anwender eingegeben wurde, um 3 Bits nach rechts verschoben (geteilt durch 8), so dass SLOT 0x0088 in die PROTOCOL.INI-Datei tatsächlich als 0x0011 eingegeben wurde. Dadurch können Multifunktionsgeräte mit diesem SLOT-Parameter nicht spezifiziert werden. Daher verschiebt der Treiber ab Version 2.01 die Eingabeparameter nicht um 3 Bits und SLOT 0x0088 wird als 0x0088 eingegeben. So kann auch Steckplatz 0x0081= Bus 0 Gerät 16 Funktion 1 spezifiziert werden. Wenn der Treiber feststellt, dass die eingegebene SLOT-Nummer in der Steckplatzlistentabelle nicht vorhanden ist, liegt dies eventuell daran, dass der Steckplatz die ältere Konvention verwendet (und nach rechts verschoben wurde). Der Treiber versucht dann, diesen Steckplatzparameter älteren Stils einem Steckplatz in der Liste anzupassen, und lädt auf diesen Steckplatz, wenn er eine Übereinstimmung findet. Dies wird aus Gründen der Rückwärtskompatibilität durchgeführt.
Konfigurieren mit der PROTOCOL.INI-Datei
Die unten aufgeführten Konfigurationsparameter werden über die PROTOCOL.INI-Datei unterstützt. Wenn das Gerät über einen Einzeladapter verfügt, sind alle Parameter (mit Ausnahme von DRIVERNAME) optional. Wenn es mehrere Adapter hat, sind einige Parameter erforderlich.
DRIVERNAME (TREIBERNAME)
Dies ist der einzige Parameter, der für alle Konfigurationen erforderlich ist. Im Wesentlichen handelt es sich bei diesem Parameter um eine "Instanz-ID". Jede Treiberinstanz muss einen eindeutigen Instanznamen erstellen, um die Anforderungen von DOS-Treibern zu erfüllen und das Auffinden der Parameter für die Instanz in der PROTOCOL.INI-Datei zu ermöglichen.
Wenn der Treiber initialisiert wird, versucht er zuvor geladene Instanzen von sich selbst zu finden. Findet er keine, nennt er sich "E1000$" und sucht nach diesem Namen in der PROTOCOL.INI-Datei, um seine Parameter zu finden. Wenn eine oder mehrere Instanzen gefunden werden, nennt sich der Treiber "E100x$", wobei 'x' um eins höher ist als der Wert der zuletzt geladenen Instanz. In diesem Szenario nennt sich der zweite Treiber also "E1002$", der dritte "E1003$" usw. Es gibt keinen Treiber mit der Bezeichnung "E1001$". Auf diese Weise können in einem einzelnen System bis zu 10 Treiber geladen werden.
Syntax:
DRIVERNAME = [E1000$ | E1002$ | usw.]
Beispiel:
DRIVERNAME = E1000$
Standard:
Keiner, dies ist ein erforderlicher Parameter.
Normalverhalten:
Der Treiber findet seinen Abschnitt in der PROTOCOL.INI-Datei, indem er seine Instanz-ID mit dem Wert dieses Parameters vergleicht.
Mögliche Fehler:
Der Gerätetreiber verwendet eine Funktion von DOS, um den Namen des erwarteten Treibers anzuzeigen. Diese Funktion ist nicht fähig, das Zeichen "$" anzuzeigen. Daher sehen Sie möglicherweise eine Meldung, die sich auf diesen Wert mit fehlendem "$" bezieht; Sie müssen daran denken, das Zeichen "$" als Teil des Parameterwertes mit einzugeben.
SPEEDDUPLEX
Der Parameter deaktiviert Auto-Speed-Detect (automatische Geschwindigkeitserkennung) und veranlasst den Adapter, mit der angegebenen Geschwindigkeit zu arbeiten.
Wenn der SPEEDDUPLEX-Parameter auf einen ungültigen Wert gesetzt ist: - wird er ignoriert und der Standard (Auto-Speed-Detect) verwendet - zeigt eine Meldung den Fehler "Parameter value out of range” (Parameterwert außerhalb des gültigen Bereichs) an
SLOT
Dieser Parameter erlaubt dem Treiber, eindeutig zu identifizieren, welcher der Adapter vom Treiber gesteuert wird. Der Parameter kann hexadezimal oder dezimal eingegeben werden.
Syntax:
SLOT = [0x0..0x1FFF] SLOT = [0..8191]
Beispiel:
SLOT = 0x1C SLOT = 28
Standard:
Wenn möglich, führt der Treiber eine automatische Konfiguration durch.
Normalverhalten:
Der Treiber verwendet den Wert des Parameters, um zu entscheiden, welcher Adapter gesteuert werden soll.
Mögliche Fehler:
Wenn nur ein Adapter installiert ist und der Wert den Adaptersteckplatz nicht korrekt kennzeichnet: - zeigt eine Meldung an, dass der Wert mit der aktuellen Konfiguration nicht übereinstimmt - sucht der Treiber den Adapter und verwendet ihn Falls mehr als ein Adapter installiert ist und der Wert den Adaptersteckplatz nicht korrekt kennzeichnet: - zeigt eine Meldung mögliche Steckplätze an - lädt der Treiber auf den nächsten verfügbaren Steckplatz
NODE
Dieser Parameter bestimmt die individuelle Adresse des Adapters und überschreibt den aus dem EEPROM gelesenen Wert.
Syntax:
NODE = “12 hexadezimale Zahlen” Der Wert muss mit genau 12 hexadezimalen, in Anführungszeichen eingeschlossene Zahlen, eingegeben werden. Der Wert kann nicht nur aus Nullen bestehen. Im Wert darf das Multicast-Bit nicht gesetzt sein (LSB der 2. Zahl = 1).
Beispiel:
NODE = "00AA00123456"
Standard:
Auf dem Adapter vom EEPROM installierter Wert
Normalverhalten:
Die aktuelle Stationsadresse der NDIS MSSC-Tabelle (MAC Service-Specific Characteristics) wird dem Wert dieses Parameters zugewiesen. Die Adapterhardware ist dazu programmiert, Frames mit der Zieladresse, die der aktuellen Stationsadresse der MSSC-Tabelle entsprechen, zu empfangen. Die permanente Stationsadresse der MSSC-Tabelle entspricht der Knotenadresse, die vom EEPROM des Adapters gelesen wird.
Mögliche Fehler:
Wenn eine der oben beschriebenen Regeln missachtet wird, betrachtet der Treiber dies als schwerwiegenden Fehler. In einer Fehlermeldung werden die korrekten Regeln zum Erstellen einer ordnungsgemäßen Adresse angezeigt.
ADVERTISE
Dieser Parameter kann verwendet werden, um die Geschwindigkeiten und Duplexeinstellungen, die dem Verbindungspartner während der automatischen Absprache angegeben werden, zu begrenzen. If AutoNeg = 1, dieser Wert wird verwendet, um zu bestimmen, welche Geschwindigkeits- und Duplexkombinationen dem Verbindungspartner angeboten werden. Dieses Feld wird als Bitmaske behandelt.
Standardmäßig werden alle Geschwindigkeits-/Duplexkombinationen angeboten.
Mögliche Fehler:
Wenn der angegebene Wert außerhalb des gültigen Bereichs liegt, wird eine Fehlermeldung angezeigt.
FLOWCONTROL
Dieser Parameter, der sich auf die IEEE 802.3x-Flusssteuerung bezieht, verhindert, dass Pakete verloren gehen, und kann die Netzwerkleistung insgesamt verbessern. Der Parameter bestimmt insbesondere, welche Flusssteuerungsfunktionen der Adapter seinem Verbindungspartner bei der automatischen Absprache anbietet. Diese Einstellung erzwingt NICHT die Verwendung der Flusskontrolle. Sie hat nur Einfluss auf die angebotenen Funktionen.
HINWEIS: Aufgrund von Errata im 82542 Silikon, kann der Chip keine PAUSE-Frames empfangen, wenn der ReportTxEarly-Parameter auf 1 gesetzt ist. Daher ändert der Treiber, wenn ReportTxEarly =1 ist und der Treiber auf einem Adapter läuft, der dieses Silikon verwendet (z. B. PWLA8490), den FlowControl-Parameter, um den Empfang von PAUSE-Frames zu deaktivieren.
HINWEIS: Wenn Halbduplex erzwungen oder ausgehandelt wird, deaktiviert der Treiber die Flusssteuerung komplett.
Syntax:
FLOWCONTROL = [ 0 | 1 | 2 | 3 |0xFF]
Beispiel:
FLOWCONTROL = 1
Standard:
3
Normalverhalten:
0 = Deaktiviert (Keine Flusssteuerungsfunktion) 1 = Pause-Frames empfangen (kann PAUSE-Frames empfangen und auf sie antworten) 2 = Pause-Frames übertragen (kann PAUSE-Frames senden) 3 = Beide aktiviert (kann PAUSE-Frames empfangen und senden) 0xFF = Hardware-Standard.
Mögliche Fehler:
Wenn der angegebene Wert außerhalb des gültigen Bereichs liegt, wird eine Fehlermeldung angezeigt.
USELASTSLOT
Dieser Parameter veranlasst den Treiber auf den Steckplatz des Gerätes zu laden, der während der Steckplatzabfrage als Letztes gefunden wurde. Standardmäßig lädt der Treiber auf den während der Steckplatzabfrage als Erstes gefundenen Adapter. Dieser Parameter zwingt den Treiber, stattdessen auf den zuletzt gefundenen Adapter zu laden.
Syntax:
UseLastSlot = [ 0 | jeder andere Wert ]
Beispiel:
USELASTSLOT = 1
Standard:
0
Normalverhalten:
0 = Deaktiviert, jeder andere Wert = Aktiviert
Mögliche Fehler:
Keine
TXLOOPCOUNT
Dieser Parameter steuert, wie oft die Übertragungsroutine während des Wartens auf einen freien Übertragungspuffer eine Schleife ausführt. Er kann die Übertragungsleistung beeinflussen.
Dieser Treiber dient ausschließlich dem Laden eines Betriebssystems. Er ist nicht als Hochleistungstreiber gedacht. Schränken Sie den Gebrauch bitte auf ein bis zwei Frametypen ein.
Speicherort des Treibers auf der CD: NetWare\ODI16\E1000ODI.COM (dieses Verzeichnis enthält auch die Datei NET.CFG für Gigabit-Adapter).
HINWEIS: Falls die Verbindung fehlschlägt, setzen Sie die STP-Option auf dem Switch auf "off" (aus).
HINWEIS: Bei Dual-Port-Adaptern muss der erste Anschluss vor dem zweiten Anschluss verwendet werden.
Diese Version von E1000ODI.COM erfordert die neueste Version des VLM-Client (Version 1.21 oder höher).
Vollständige Installationsanweisungen finden Sie in der Dokumentation zu Novell NetWare.
Beispieldateien
AUTOEXEC.BAT:
CD\NWCLIENT LSL E1000ODI IPXODI NETX (oder VLM optional für NetWare 3.12 oder höher)
NET.CFG:
LINK DRIVER E1000ODI FRAME ETHERNET_802.2 (im Allgemeinen NetWare 3.12 und spätere Server) ;FRAME ETHERNET_802.3 (im Allgemeinen NetWare 3.11 und frühere Versionen) SPEEDDUPLEX=3 PROTOCOL IPX EO Ethernet_802.2
NETWARE DOS REQUESTER FIRST NETWORK DRIVE = F (wird nur mit VLM.EXE verwendet). PB BUFFERS = 10
HINWEIS: SPEEDDUPLEX-Parameter: 0=10 Mbit/s Halbduplex; 1=10 Mbit/s Vollduplex; 2=100 Mbit/s Halbduplex; 3=100 Mbit/s Vollduplex. Das Schlüsselwort SPEEDDUPLEX ist nur notwendig, wenn Sie die Karte auf eine niedrigere Geschwindigkeit und Duplexeinstellung zwingen. Der Verbindungspartner muss auf dieselbe Einstellung gezwungen werden. Verwenden Sie das Schlüsselwort SPEEDDUPLEX nicht bei der Verwendung von 1000Mbit/s.